Sie sind hier: Feuerwehr / Sonstiges / Brandschutz / Brennendes Fett
Dienstag, 07-02-2012

Brennendes Fett niemals versuchen, mit Wasser zu löschen.

Bei einer Temperatur von 100°C wird aus Wasser Wasserdampf. Wird also ein Wasserstrahl in siedendes oder brennendes Fett gerichtet, kommt es zu einer schlagartigen Verdampfung des Wassers. Der Wasserdampf treibt das brennende Fett auseinander, vergrößert dessen Oberfläche und kann zur Explosion führen.

Für die Bekämpfung gelten folgende Regeln:

  • Bei Fettbränden kein Wasser benutzen.
  • Dem Feuer die Sauerstoffzufuhr entziehen (z.B. Deckel).
  • Auf Augen- und Gesichtsschutz achten.

Daher:

  • Filter der Dunstabzugshauben regelmäßig überprüfen ggf. reinigen oder auswechseln
  • Fritteusen müssen das VDE-Zeichen tragen
  • Fritteusen sollten niemals unter eingeschalteten Dunstabzugshauben betrieben werden
  • Leichtflüchtige Fettbestandteile bilden mit ausreichender Luftverwirbelung leichtentzündliche Gemische. Auf Überhitzung des Frittierfetts achten; nur hochsiedende Fette, keinesfalls normales Haushaltsöl zum Frittieren verwenden.

Ausreichend erwärmtes Frittierfett hat Temperaturen von über 100°C. Geriet Wasser, z. B. in Form von Eis bei tiefgekühltem Frittiergut, in heißes Fett, verdampft es sofort. Dabei tritt eine erhebliche Volumenzunahme ein. Aus einem Liter Wasser entstehen etwa 1700 Liter Wasserdampf. Es kommt zum eruptionsartigen Überschäumen des Fettes, das sich bei entsprechender Luftverwirbelung schlagartig entzünden kann (Fettexplosion).
Bei Fondues, Raclettes, Feuerzangenbowlen u. a. werden die Öfen (Rechauds) mit Spiritus (Flammpunkt unter 120°C ) betrieben. Der Umgang mit dieser leichtentzündlichen Flüssigkeit erfordert besondere Vorsicht. Niemals in noch heiße, ausgebrannte Behälter Brennstoffe nachgießen. Für alle Fälle immer ein angefeuchtetes Handtuch oder Küchentuch zum Ersticken der Flammen bereithalten.

Der Versuch macht deutlich, welche verherrenden Folgen bereits 100ml Wasser haben könnte.