Sechs Richtige für Blinde
Feierlichkeiten im Rathaus anlässlich des 200. Geburtstags von Louis Braille

Grundlage für Bildung und Selbstbestimmung:
Punktschrift nach Jaques Braille, oben eine
spezielle Braille-Schreibmaschine
Am vergangenen Donnerstag fand im Lebacher Ratssaal eine Lesung im Rahmen der „Tour de Braille“ statt, eine von mehr als 270 bundesweit in diesem Jahr. Die Tour unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten ist ein Projekt des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) und besteht aus Blindenschrift-Lesungen in ganz Deutschland.
In Lebach lasen Mitglieder des
Blinden- und Sehbehindertenvereins für das Saarland verschiedene Texte von Marie-Luise Rinser und anderen Autoren vor, natürlich abgetastet aus speziellen Büchern in der so genannten Braille-Schrift. Bürgermeister Arno Schmidt stand bereit, mit einer Blinden den Dialog des Fuchses mit dem liebenswerten kleinen Prinzen von Saint-Exupéry vorzutragen. Das ganze wurde mit ansprechender Musik umrahmt. Die Louis-Braille-Schule für Blinde und Sehbehinderte organisierte eine kleine Ausstellung zu Louis Braille im Rathausfoyer.
Sechs Richtige, so BSV-Vorsitzender Herbert Reck, das wünschen sich viele; für Blinde und Sehbehinderte sind die sechs Punkte zur wichtigsten Sache geworden. Diese sechs Punkte bilden das Raster für 64 Kombinationsmöglichkeiten, mit denen die einzelnen Buchstaben dargestellt werden.
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leb43_09.pdf
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