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Samstag, 11-09-2010

Brennholz reicht saarlandweit aus

Saarforst Landesbetrieb und das Lebacher Umweltamt stellen den Forstwirtschaftsplan für 2010 vor

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Wandern im Wald ist Erholung pur. Die
Waldpflege erfordert viel Arbeit und Geld

So gut wie nichts geht in einer Kommune vonstatten ohne entsprechende Planung. So ist es natürlich auch bei der Bewirtschaftung des Lebacher Stadtwaldes, die  vom Saarforst Landesbetrieb (SFL) übernommen wird. Der für Lebach zuständige Revierförster, Forstamtsrat Winfried Fandel und sein Chef, Forstdirektor Joachim Stelzer, legten kürzlich den gemeinsam mit dem städtischen Umweltamt erarbeiteten Forstwirtschaftsplan für das kommende Jahr vor.

Hierbei gibt es zwei grundsätzlich positive Aussagen, nämlich dass das finanzielle Defizit und damit die auf die Stadt jährlich zukommenden Kosten der Waldbewirtschaftung weiter zurück gefahren werden können. Der Plan für das kommende Jahr geht von einem Fehlbetrag in Höhe von rund 32.000 Euro aus. Vor noch wenigen Jahren musste hierfür fast das Dreifache veranschlagt werden.

Die zweite positive Botschaft, die für die Konsumenten von Brennholz interessant sein dürfte, ist die Tatsache, dass die Planung keine Anhebung des Brennholz-Verkaufspreises vorsieht, dafür jedoch eine leichte Anhebung der Menge des Brennholzeinschlages. Damit wird in den Stadtteilen  demnächst begonnen, wobei die Stadt und der SFL großen Wert auf Nachhaltigkeit legen, was bedeutet, dass nicht mehr Holz eingeschlagen wird als nachwächst. Beim Lebacher Revierförster selbst ist der Brennholzverkauf schon weit vorreserviert, doch wies Stelzer darauf hin, dass der Saarforst insgesamt ausreichend Brennholz zur Verfügung stelle. Allerdings sei nicht saarlandweit gewährleistet, dass es in ausreichender Menge wohnortnah abgegeben werden könne. Über das Internet bzw. das Brennholz-Telefon des Landesbetriebes könnten die Interessenten sich hierüber näher informieren.

Aber auch schlechte Nachrichten mussten die Forstfachleute überbringen: Laut Stelzer übersäuert der Wald zunehmend. In den letzten Jahren habe sich der so genannte ph-Wert verzehnfacht.

An die Bevölkerung richteten die Fachleute eine dringende Unterlassungs-Bitte: Gerade am siedlungsnahen Waldrand seien immer öfter unerlaubte Grünschnittablagerungen zu beobachten. Hieraus erwachse beispielsweise dem Wild die Gefahr, dass sich zunehmend  Kirschlorbeer am Waldrand ansiedele, der gerade von Rehen sehr gerne gefressen werde, jedoch tödlich giftig sei. Die Tiere würden dadurch elend verenden.

Freitag, 2009-11-13 10:21 Alter: 302 Days