Geschädigte Bäume müssen entnommen werden

Mit Aufforstungsmaßnahmen dem Waldsterben entgegenwirken

 

Der Klimawandel schlägt sich schon seit Jahren in unseren heimischen Wäldern nieder. Die Situation wird immer dramatischer. In den Jahren 2018, 2019 und 2020 waren die Sommer extrem trocken und heiß. „Gerade Fichten sind sehr empfindlich und anfällig für Trockenstress“, erklärte Revierforster Winfried Fandel bei einem Termin mit dem Lebacher Ortsrat im Bereich des Lauftreffs Tanneck. „Unzählige, vom Borkenkäfer geschädigte Fichten, mussten deshalb in unseren Wäldern in den letzten drei Jahren entnommen werden.“
Seit 2019 zeigen aber auch Buchen, vor allem die Altbuchen komplexe Veränderungen in ihrem Erscheinungsbild. 30 bis 35 m hohe Buchen können bei enormer Trockenheit nicht mehr komplett mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Der Baum geht in den Sparmodus. Er wirft schon im Sommer (wie 2020) seine Blätter ab. Das Kronendach lichtet auf und die UV-Strahlung kann mehr oder weniger ungehindert schädigend auf den Stamm und die Kronenpartien einwirken. So kommt es zu Sonnenbrand auf der dünnen Buchenrinde. Dieser Sonnenbrand wiederum bewirkt ein Aufplatzen der Rinde. Nun ist es ein leichtes für Pilze in den Holzkörper einzudringen. Die Strukturveränderungen im Holz haben zur Folge, dass sich das Holz innerhalb eines halben Jahres zersetzt. Es kommt zu Weißfäule im Stamm, die den Baum unkontrolliert zusammenbrechen lässt.
„Eine mit Pilz befallene Buche ist eine tickenden Zeitbombe, die an viel begangenen Wegen, zum Schutz der Waldbesucher und Naherholungssuchenden gefällt werden muss“, betont Fandel. Vor allem an stark frequentierten Wegen wie rund um den Lauf- und Freizeittreff auf Tanneck muss der Förster daher seiner Verkehrssicherungspflicht nachkommen und geschädigte Bäume entnehmen. Als Ausgleich entstehen an vielen Stellen Aufforstungsflächen mit standortgerechten und klimatoleranten Baumarten. Die noch jungen Bäume benötigen ganz besonderen Schutz, zum Beispiel vor Rehwildbiss. Doch auch wenn die Flächen nicht eingezäunt sind, gilt für Waldnutzer: „Bitte nicht betreten!“, um den Wuchs der Jungbäume nicht zu beeinträchtigen.