Klaus Bouillon sagt Lebach seine Unterstützung zu

Minister stellt Fördermittel für Sanierung der Grundschule St. Michael in Aussicht

An der Grundschule St. Michael in Lebach werden derzeit 230 Schülerinnen und Schüler in 13 Klassen und einer „Willkommensgruppe“ unterrichtet. 32 Lehrkräfte, darunter auch Förder- und SprachförderlehrerInnen, Integrationspädagogen und Sozialarbeiter sind an dem Standort in der Mottener Straße beschäftigt. An der Schule gibt es erhebliche Platzprobleme. Auf diese hat die Stadt Lebach als Schulträger mit einem Brief an Klaus Bouillon aufmerksam gemacht.  Daraufhin hat der Minister für Inneres, Bauen und Sport die Schule besucht und sich vor Ort ein Bild von der Situation gemacht.
Etwa ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler kommen aus dem AnkER-Zentrum, also einer Einrichtung des Landes. Viele der Kinder, die hier unterrichten werden, haben noch nie zuvor eine Schule oder eine andere Kinderbetreuungseinrichtung besucht. Sie kennen nur das Leben auf der Flucht, haben einen großen Sprachförderbedarf und müssen zwingend in kleineren Gruppen unterrichtet werden.
Dieser besonderen Herausforderung stellt sich die Michael-Schule seit Jahren, die pädagogische Arbeit und die organisatorischen Abläufe sind von der saarlandweit  einzigartigen Situation geprägt.
Für die Anzahl der Förderklassen und Lerngruppen sowie die Größe der FGTS ist das Schulgebäude nicht ausgelegt. Deswegen sind mittlerweile 6 Containerklassenräume mit Toilettenanlage auf dem Schulhof aufgestellt. Insgesamt stehen dort 23 Container. Dieser Platz fehlt für die Pausengestaltung, für Ballspiele etc. Und trotz der Vielzahl an Containern fehlt es immer noch an Differenzierungs- und Besprechungsräumen - ganz zu schweigen von einem angemessenen Lehrerzimmer.
Bürgermeister Brill erklärte, die Stadt habe bereits eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Angedacht sei ein kompletter Erweiterungsbau mit Klassen- und Funktionsräumen sowie sanitären Anlagen. Allerdings könne die Stadt die Kosten nicht stemmen. „Das ist schon eine Sondersituation“ sagte Minister Klaus Bouillon beim Ortstermin. Er habe der Stadt immer seine Unterstützung zugesagt. Und das werde er auch weiterhin tun. „Wir suchen gemeinsam nach Lösungen.“ Klaus Bouillon betonte, dass das Land die Kommune als Schulträger in dieser besonderen Situation nicht alleine lasse und er sich dafür einsetze, dass möglichst viele Fördermittel ausgeschöpft werden können. Er wisse, dass die Stadt Lebach mit der Beschulung der Kinder aus dem AnkER-Zentrum eine wichtige Aufgabe für das Saarland übernehme. Deshalb lasse er Lebach auch nicht im Regen stehen.
Bürgermeister Klauspeter Brill bedankte sich und betonte, dass die Vielzahl der Container auf dem Schulhof nur eine kurzfristige und unbefriedigende Lösung zum Nachteil aller Kinder sei. Er ist sich sicher, dass man sich auf Klaus Bouillon verlassen kann: „Wenn er seine Unterstützung zusagt, dann hilft er uns auch. Aus finanzieller Sicht ist es uns einfach nicht möglich, die Herausforderungen alleine zu bewältigen.“