Landwirtschaftliche Flächen von Müll und Hundekot freihalten

Stadt plant zu den vorhandenen Hundetoiletten noch weitere aufzustellen

Das Frühjahr lockt wieder verstärkt Spaziergänger, Radfahrer, Hundehalter und andere Erholungssuchende in Feld und Flur. Die saarländischen Landwirte haben mit ihren Arbeiten auf Äckern und Wiesen begonnen und sind vermehrt mit schwerem Gerät auf den Feldwegen unterwegs.
Auf den heimischen Wiesen und Feldern produzieren die Bäuerinnen und Bauern neben Getreide frische Produkte wie Salat, Obst, Wein und Gemüse, das direkt vom Feld in die Ladentheke kommt. Die hohen Qualitätsansprüche an die Rohstoffe können Landwirte nur mit Unterstützung der Freizeitsuchenden erfüllen. Insbesondere Hundehalter werden daher vom Bauernverband gebeten, ihre Tiere von diesen Flächen fernzuhalten, vor allem Hundekot zu entfernen. Denn: Mit Hundekot verunreinigtes Erntegut wie Gras und Heu ist besonders für Nutztiere gesundheitsgefährdend. Bei trächtigen Rindern kann die Aufnahme von verunreinigtem Futter zu Fehlgeburten führen. Gelangen Abfälle wie Dosen, Glas oder Kunststoffe in den Futterkreislauf können die Fremdkörper zu inneren Verletzungen oder gar zum Tod des Tieres führen. Müll auf Felder und Wiesen kann zudem teure Schäden an Maschinen verursachen.
Bürgermeister Klauspeter Brill: „Immer wieder findet man in der Natur achtlos weggeworfenen Müll wie Plastikverpackungen, Dosen oder Glas. Hinzu kommen die Hinterlassenschaften von Hunden, deren Halter sich um selbige oft nicht kümmern. Dies ist sowohl auf Rad-, Wald- und Wanderwegen, aber zunehmend auch auf Gehwegen und Plätzen zu beobachten. Auch auf Privatgeländen wie Einfahrten oder an Gartenmauern finden Bürgerinnen und Bürger immer wieder Hundekot.“ Um dieser Problematik verstärkt entgegenzuwirken, plant die Stadt zu den vorhandenen Hundetoiletten noch weitere aufzustellen. Brill weiter: „Ich bin mir sicher, dass diese von verantwortungsbewussten Hundehaltern gerne genutzt werden, um dort die Kotbeutel ihrer Vierbeiner ordnungsgemäß zu entsorgen.“
Darüber hinaus weist der Bauernverband darauf hin, dass unsere heimischen Wildtiere während der Brut- und Aufzuchtzeit - Anfang März bis Ende Juni – besonders empfindlich sind. In diesem Zeitraum gilt daher nicht nur die naturschutzrechtliche, sondern auch die moralische Verpflichtung der Leinenpflicht für Hunde, um die Kinderstube des Wildes nicht zu stören.