Masterplan Licht vorgestellt

Die Idee: Die Stadt ins rechte Licht rücken

Die Stadt Lebach hat beschlossen, den Innenstadtbereich, dessen Zentrum großenteils in den 70er Jahren errichtet wurde und aktuell mit strukturellen und qualitativen Problemen zu kämpfen hat, in ein multifunktionales innerstädtisches Generationenquartier zu verwandeln. Die Stadt „in neuem Licht erstrahlen zu lassen“ ist in diesem Fall nicht nur ein Slogan, sondern gelebte Realität, die enorme Sogwirkung haben kann. Ein qualitativ hochwertiges Lichtklima ist entscheidend und sorgt für eine hohe Aufenthaltsqualität. Wer sich wohlfühlt, verweilt länger und kommt gerne wieder oder siedelt vor Ort an.
Nachdem bereits ein mögliches Lichtkonzept für den Bereich der Fußgängerzone und den Rathausvorplatz erarbeitet und vorgestellt wurde, wurde nun in einem weiteren Schritt ein Masterplan erstellt, der auch die übrigen Bereiche des Fördergebietes wie zum Beispiel die Pfarrgasse und den Bereich „onner der Breck“ und das Theelufer entsprechend ausleuchten soll. Der Masterplan sieht vor, unterschiedliche Nutzungsbereiche durch unterschiedliche Lichtfarben voneinander abzugrenzen.
Ein wichtiger Ansatz des Plans ist die lichttechnische Aufwertung der katholischen Kirche. Es wird vorgeschlagen, die Kirche durch eine ansprechende Beleuchtung vom Umfeld abzuheben und diese so in den Abendstunden stärker ins Blickfeld zu rücken. Die neugotische Pfarrkirche bildet den Mittelpunkt des historischen Stadtkerns und sollte entsprechend in Szene gesetzt werden, zumal diese eine große Strahlkraft in die Ferne hat. Daher sollte sie sehr detailreich ausgeleuchtet werden. Das von ihr ausgehende Licht sollte auch das  direkte Umfeld im Bereich der Pfarrgasse und der Marktstraße in ein angenehmes Lichtklima tauchen, das durch die Verkehrsflächenbeleuchtung aufgegriffen und weitertransportiert wird.
Die Brücke der Bundesstraße überspannt den Bereich „onner der Breck“ großflächig und verdeckt am Tag den Himmel darüber. Hier soll die Aufenthaltsqualität gesteigert werden, der Ort soll freundlich, familiär und attraktiv werden. Dazu wird unter der Brücke eine kontrastreiche, akzentuiertere Beleuchtung vorgeschlagen, die das Brückenbauwerk geschickt in den Hintergrund treten lässt.
Auch die Uferzonen der Theel werden beim „Masterplan Licht“ betrachtet. In der Umsetzungsempfehlung würde jegliches Licht, das erzeugt wird, aus den Bäumen heraus entstehen. Eine Vielzahl einzelner kleiner Leuchten wirft Licht nach unten, Mastleuchten werden nach Möglichkeit aus dem gesamten Bereich entfernt. Durch die geplante Umgestaltung des Theelufers im Bereich der Pavillons soll sich eine schöne naturnahe Fläche ergeben, die der Topografie folgend mit Sitzstufen ausgestattet ist. Ein Weg folgt wie ein Leinpfad parallel dem Verlauf der Theel. Möglich wäre hier in den Abendstunden indirekt strahlendes Licht in den Sitzstufen, das für den Betrachter unsichtbar ist und aus den Konturen heraus für eine gute Übersicht und Verkehrssicherheit im Bereich der Stufen sorgt.