Neues Fahrzeug für den Lebacher Abfallzweckverband

Assistenzsysteme bieten mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer

Rund 4000 Müllgefäße leeren die Mitarbeiter des Lebacher Abfallzweckverbandes (LAZ) Woche für Woche. Die Fahrten in den elf Stadtteilen summieren sich und am Ende des Tages muss der Müll auch noch nach Velsen zur Müllverbrennungsanlage transportiert werden. Das dauert mit An- und Abfahrt rund zweieinhalb Stunden, erklärt LAZ-Disponent Michael Braun. Deshalb versuchen die Müllwerke möglichst nur einmal am Tag diese weite Strecke zu fahren.
Voll beladen mit 14,5 Tonnen Müll und einen Gesamtgewicht von 32 Tonnen braucht ein Müllfahrzeug schon jede Menge PS, um die entsprechende Leistung bringen zu können. Der neue Vier-Achser, den der LAZ vergangene Woche in Betrieb genommen hat, verfügt über 460 PS, die Anschaffung war aber kein Luxus, sondern dringend notwendig. „Die Reparaturkosten für das 10 Jahre alte Vorgänger-Fahrzeug wurden immer höher. Schließlich legt ein Müllfahrzeug jede Woche ca. 800 Kilometer zurück. Ein Großteil davon erfolgt im Stop-und-Go-Betrieb von Tonne zu Tonne“, erklären die beiden Geschäftsführer Arno Graf und Klaus Peter bei der Vorstellung des neuen Volvo-Fahrzeugs.

Ganz wichtig sind neben der neuesten Abgastechnik nach Euro-Norm 6 d temp die zusätzlichen Sicherheitsfunktionen, die das Fahrzeug bietet. Rückfahrkamera, Seitenausleuchtung und Abbiege-Assistent bieten dem Fahrer eine wesentlich bessere Übersicht und verringert den toten Sichtwinkel. „Die Technik ist eine Erleichterung für die Mitarbeiter, die während ihrer Schicht jederzeit voll konzentriert sein müssen“, betont Bürgermeister und LAZ-Verbandsvorsteher Klauspeter Brill. „Wenn man sich anschaut, wie eng es in vielen Nebenstraßen ist und wie riesig so ein Fahrzeug ist, sind diese technischen Hilfsmittel unverzichtbar.“
300.000 Euro hat das neue Fahrzeug gekostet. Es ist baugleich zu dem vor zwei Jahren angeschafften Fahrzeug, verfügt aber über weitere technische Finessen. Mit ihren beiden Fahrzeugen leeren die Lebacher Müllwerker – jeweils im Zweier-Team - pro Jahr 136.000 Restmüllgefäße, 61.000 Biomülltonnen und 800 Aschetonnen (Statistik aus dem Jahr 2020).