Resolution verabschiedet

"Ja" zu unserem Lebacher Krankenhaus -
Ende der Debatte um die Zukunft unseres Krankenhauses!

 

Anfang des vergangenen Jahres wurden auf dem Krankenhausgelände Bäume gerodet, um Platz für den Neubau des Bettenhauses zu schaffen. Endlich sollte umgehend mit der dringend notwendigen Sanierung des Krankenhauses begonnen werden. Uns allen schien dies der Startschuss für die Baumaßnahmen zu sein, die notwendig sind, um das Krankenhaus zukunftsfest zu machen und damit seine Existenz langfristig zu sichern.
Mittlerweile symbolisiert die Brachfläche allerdings das Gegenteil von einem Schritt in die Zukunft, nämlich Stillstand und Verunsicherung. Und wieder einmal fragen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses und die Menschen in Lebach und Umgebung: Also doch keine Zukunft für das Lebacher Krankenhaus, sondern eine wie auch immer geartete Nordsaarlandklinik? Was kann schädlicher sein für eine Einrichtung, die in solch großem Maße vom Vertrauen der Menschen abhängig ist wie ein Krankenhaus, als Unsicherheit über dessen Zukunft? Die Schwestern, Pfleger und Ärzte bewerben sich in anderen Häusern, und die Patientinnen und Patienten wählen ein anderes Krankenhaus für ihre Behandlung.
Am Ende dieses Prozesses gibt es nur Verlierer. Es dürfen hier erhebliche Zweifel angemeldet werden am Kommen des großen Heilsbringers in Form eines Investors, der mit 100 Mio. € die Nordsaarlandklinik baut. Und ebensolche Zweifel an der Finanzkraft der Bauherrengemeinschaft zweier Landkreise, die sich nur über die Kreisumlage ihrer finanzschwachen Kommunen finanzieren. Außer Zweifel steht jedoch die schädliche Wirkung der aktuellen Hängepartie für die bestehenden Krankenhäuser.

Wir fordern alle Beteiligten dringend auf, zeitnah ein tragfähiges Konzept zur Zukunft unseres Lebacher Krankenhauses vorzulegen, damit eine hochwertige medizinische Versorgung der Menschen in unserer Region langfristig gesichert ist. Diese Versorgung könnte auch erfolgen in einer „Poliklinik mit Ärzten vieler Fachrichtungen, heute medizinisches Versorgungszentrum genannt“ wie dies Dietmar Klostermann in der Saarbrücker Zeitung vom 12.2.2020 als Chance auch für Lebach oder Wadern sieht - gerade in Zeiten eines bedrohlichen Landärztemangels.
Sollte eine sogenannte Nordsaarklinik eingerichtet werden, bietet sich Lebach als besonders geeigneter Standort an aufgrund seiner zentralen Lage, seiner guten Verkehrsanbindung, ausreichend vorhandener Fläche für bauliche Erweiterungen und der am Ort ansässigen Pflegeschulen.