Stärkung für den Standort Lebach

Betreuungsstelle der Bundeswehr für
„Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung“

Mit einem feierlichen Eröffnungsappell wurde zum 1. Oktober die neue Betreuungsstelle der Bundeswehr für „Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung“ – kurz ZAW – in der Graf-Haeseler-Kaserne Lebach offiziell in Dienst gestellt. Junge Soldaten haben hier die Möglichkeit, sich während der Dienstzeit an zivilen Bildungseinrichtungen z.B. als Notfallsanitäter oder Fachinformatiker weiterbilden zu lassen. Insgesamt können dort 110 Lehrgangsteilnehmer aufgenommen und betreut werden. Leiter der neuen Betreuungseinrichtung in Lebach ist Hauptmann Christoph König: „Während der Aus- und Weiterbildung werden unsere Soldaten wieder zum Lehrgangsteilnehmer oder besser gesagt zum Schüler. Tägliches Lernen, anstrengende Prüfungsphasen und Praktika in regionalen Betrieben, Rettungswachen oder Krankenhäusern bestimmen ihren Alltag. In dieser Zeit ist es für sie wichtig, einen Ansprechpartner zu haben, der sich um das tägliche Dienstgeschäft, wie z.B.  Unterbringung oder Personalführung eines jeden Einzelnen kümmert. Neben der zivilen Ausbildung muss der Soldat auch seine sportlichen Leistungen regelmäßig erbringen oder Gesundheitsuntersuchungen wahrnehmen. Diese organisatorischen Maßnahmen und Erinnerungen planen wir.“
In der Struktur der Luftlandebrigade 1 ist die ZAW-Betreuungsstelle dem Kommandeur der Brigadeeinheiten Oberst Aslak Heisner unterstellt. Für ihn hat diese einen ganz besonderen Nutzen, denn hier werden Mehrwerte geschaffen. Die Bundeswehr lässt bei zivilen Bildungseinrichtungen ihr Personal für den Dienstbetrieb ausbilden. Damit erlangen die Soldaten eine hochwertige fachliche Qualifikation, die auch auf dem zivilen Arbeitsmarkt anerkannt ist. Für die Zeit nach dem Verlassen der Bundeswehr ergeben sich für die Soldaten daher sehr gute Chancen, bei einem zivilen Arbeitgeber eine Neueinstellung zu erlangen. „Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten“, so Oberst Heisner.
Eine der zivilen Kooperationsstätten ist die Rettungsdienstschule Saar gGmbH in St. Ingbert. Hier finden derzeit drei Lehrgänge statt. Die dortige Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert insgesamt drei Jahre. Ab 2020 sind weitere Lehrgänge zum Fachinformatiker mit einer zweijährigen Ausbildungsdauer geplant. Diese ist die Voraussetzung für den IT-Feldwebel und IT-Fachunteroffizier, wie sie z.B. in der Fernmeldekompanie EUROCORPS (Lebach) und der Stabs- und Fernmeldekompanie (Saarlouis) gebraucht werden.
Bürgermeister Klauspeter Brill begrüßt das neue Angebot der ZAW Betreuungsstelle Lebach in der Graf-Haeseler-Kaserne, der ältesten Garnison der Bundeswehr im Saarland. Er sagte bei der feierlichen Indienststellung der Einheit: „Mit dieser neuen Betreuungsstelle wird der Standort Lebach gestärkt. Ich freue mich gemeinsam mit der Bevölkerung, dass bis zu 110 junge Leute für die Dauer ihrer Ausbildung eine Heimat in unserer Stadt finden und heiße sie ganz herzlich willkommen.“