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Beigeordneter Dieter Heim zum Jahreswechsel

Liebe Mitbürgerinnen,

liebe Mitbürger!

Allzu schnell ist das Jahr wieder vorbei gegangen. Für den einen ist es gut verlaufen, andere mussten mit Schicksalsschlägen fertig werden.

Insgesamt betrachtet ist dieses Jahr, so meine ich, trotz aller Probleme, die die Welt hat, ganz gut verlaufen. Materiell gesehen geht es den meisten Deutschen gut.

Umso unverständlicher ist es, dass sich in Deutschland eine negative Grundeinstellung breit gemacht hat, die sich im Nörgeln und Herummäkeln in allen Bereichen und an allem zeigt. Wir sollten weniger pessimistisch sein und mit mehr Zuversicht in das neue Jahr gehen. Nur Nein sagen, alles ablehnen und sofort nach einer gesetzlichen Regelung rufen hilft uns nicht weiter. Nur konstruktive Kritik kann uns weiterbringen.

Natürlich gibt es Menschen in Deutschland und auch in unserer Stadt, die materiell in Nöten sind. Hier ist die Gesellschaft verpflichtet, diesen Menschen zu helfen und sie zu unterstützen. Dies geschieht durch den Staat. Deutschland ist ein Sozialstaat und muss es auch bleiben. Solidarität ist eine unabdingbare Voraussetzung für ein gutes Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Allerdings darf diese Solidarität nicht ausgenutzt werden, sonst könnte sie ins Gegenteil umschlagen.

Andere Organisationen, die mit vielen ehrenamtlichen Helfern Not lindern, leisten ebenfalls bedeutende Hilfe. Ohne diese selbstlose Mitwirkung der Menschen bliebe soziale Hilfe in unserem Land Stückwerk. Diesen Menschen sei für ihr Engagement, auch in unserer Stadt, herzlich gedankt. Der Dank gilt im Besonderen auch allen Menschen, die sich in anderen Bereichen,  in den Vereinen oder Hilfsorganisationen in unserer Stadt für die Gemeinschaft ohne materielle Entlohnung einsetzen. Wir müssen wieder zurückfinden zu mehr Miteinander, weniger isolierendem Egoismus und Eigennutz.

Es droht ein langsames Auseinanderdriften von Teilen unserer Gesellschaft. Dies ist eine gefährliche Entwicklung, die wir uns nicht leisten dürfen. Dabei spielt die Entlohnung eine bedeutende Rolle, insbesondere für diejenigen, die von einem geringen Einkommen leben müssen. Ohne eine Mindestentlohnung für diese Menschen wird es auf Dauer nicht mehr gehen. Für die wirklich Bedürftigen  ist ein sozialer Ausgleich notwendig; Gleichmacherei führt allerdings nicht zum Ziel.

Wir müssen uns fragen, ob unser Anspruchsdenken noch so weiter gehen kann. Ich meine, wir können es uns nicht mehr leisten, auf großem Fuß mit viel Schuldenmachen zu leben und unsere Ansprüche immer höher zu schrauben.

Gefragt ist mehr Verantwortungsbewusstsein: Verantwortung gegen sich selbst, gegen seine Mitmenschen, gegenüber der Umwelt. Gerade diejenigen, die in entscheidenden Positionen tätig sind, müssen mehr Verantwortungsbewusstsein entwickeln und, wenn nötig, auch einmal Zivilcourage zeigen.

Verantwortung muss auch die Politik übernehmen. Bei allen teilweise berechtigten Beschwerden der Bürger sollte man aber fair bei seiner Kritik bleiben. Fordern ist das eine, das alle diejenigen leicht machen können, die nicht in der Verantwortung stehen. Verantwortliches Handeln ist das andere. Entscheidungen können nur getroffen werden im Rahmen des Machbaren. Hier sind bekanntlich Grenzen gesetzt.

Auch das Handeln für unsere Stadt ist an finanzielle, rechtliche und organisatorische Grenzen gebunden. Wichtig ist es, aus den gegebenen Rahmenbedingungen das Beste zu machen. Darum bemühen sich Stadtrat, Ortsräte und Verwaltung redlich, wofür ihnen an dieser Stelle einmal gedankt sein soll.

Es darf keine pauschale Vorverurteilung gegenüber dem einzelnen Bürger, Berufsgruppen, ethnischen Gruppen,  Altersgruppen oder anderen Gruppierungen geben. Polarisierung bedeutet festgefahrene Unversöhnlichkeit. Nur mit einer unvoreingenommenen, aber trotzdem kritischen Betrachtungsweise ist eine faire Auseinandersetzung möglich.

In das kommende Jahr sollten wir mit mehr Zuversicht gehen. Bei allem Sicherheitsdenken dürfen wir nicht vergessen, dass das Leben ein Risiko ist, das es zu meistern gilt, gleichgültig was da kommen mag.

Für das der Stadt entgegengebrachte Verständnis, für Ihr Engagement um unsere Stadt, für Ihr Vertrauen, aber auch für positiv gemeinte kritische Anmerkungen darf ich mich namens der Stadt Lebach bedanken.

Mögen Sie gesund und vor Schicksalsschlägen bewahrt bleiben.

Ich wünsche Ihnen ein gutes, zufriedenes und erfolgreiches Jahr 2011

Ihr Beigeordneter

Dieter Heim

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