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Erschreckende Ergebnisse

Stadt Lebach will Raserei
gezielt entgegenwirken

Die fünf stationären Anlagen zur Geschwindigkeitsmessung in der Stadt Lebach sind nach der Umrüstung von Laser- auf Sensortechnik seit Ende August wieder in Betrieb. Seither sind auch die Beschwerden über „Raserei“ in diesen Bereichen merklich zurückgegangen. Die Beschwerden von Anwohnern aus anderen Gebieten der Stadt Lebach über unangepasstes Fahren sind allerdings nach wie vor erheblich und haben in den letzten beiden Jahren enorm zugenommen.
Deshalb hat die Verwaltung im März, April und Mai an verschiedenen Punkten Testmessungen durchgeführt – mit teilweise erschreckenden Ergebnissen.
In 50-km/h-Bereichen in Aschbach, Gresaubach, Niedersaubach, Landsweiler und Thalexweiler wurden Messungen vorgenommen. In Steinbach und Lebach wurden an insgesamt drei Stellen in Tempo-30-Zonen Testmessungen durchgeführt.

Während die Durchschnittsgeschwindigkeit in der Koblenzer Straße in Aschbach (innerörtliche 50er-Zone) bei 58 km/h lag, lag die Durchschnittsgeschwindigkeit in der Tempo-30-Zone in der Steinbacher Hauptstraße bei 49 km/h. Mehr als 65 Prozent aller Fahrzeuge fuhren dort mindestens 10 km/h zu schnell.
In der Schaumbergstraße in Thalexweiler (innerörtliche 50er-Zone) lag die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 71 km/h, über 60 Prozent aller Fahrzeuge waren hier zu schnell. Dabei waren 830 Fahrzeuge mit mehr als 80 km/h unterwegs, fast 200 Fahrzeuge wurden mit 90 bis 109 km/h gemessen, sieben Fahrzeuge fuhren in der Ortsdurchfahrt mehr als 110 km/h, vier sogar mehr als 120 km/h.
Bei einer Messung in der Ortsdurchfahrt von Landsweiler (Heusweiler Straße Höhe Eidenborner Straße), wo 50 km/h erlaubt sind, wurden innerhalb von fünf Tagen gleich 20 Fahrzeuge mit Geschwindigkeiten zwischen 90 und 99 km/h erfasst, zwei Fahrzeuge sind sogar mit über 100 km/h gemessen worden.
In der Tempo-30-Zone in der Tholeyer Straße in Lebach wurden in sechs Tagen 27 Fahrzeuge mit mehr als 70 km/h und vier Fahrzeuge mit mehr als 80 km/h erfasst. Ähnliche Werte offenbart die Messung in der Tempo-30-Zone in der Trierer Straße Höhe Friedhof. Auch hier gab es massive Tempoüberschreitungen.
In der Lebacher Straße in Gresaubach wurden innerhalb von sechs Tagen 24 Fahrzeuge mit 90 km/h und mehr registriert, acht davon haben sogar die 100er-Marke auf dem Tacho überschritten. Erlaubt sind dort lediglich 50 km/h.

Dieser Entwicklung muss entgegengewirkt werden, darin waren sich die Mitglieder in den Ortsräten und im Stadtrat einig. „Es geht hier um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer und der Anwohner“, erklärt Bürgermeister Klauspeter Brill. „Jeder von uns fährt ab und an mal zu schnell. Da nehme ich mich keinesfalls aus. Aber wenn in unseren Ortsdurchfahrten derart gerast wird, müssen wir etwas dagegen tun.“ Der Stadtrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung daher dafür ausgesprochen, mobile Geschwindigkeitsmessungen einzuführen. Brill betont: „Es handelt sich dabei erst einmal um einen Grundsatzbeschluss, wann und wie wir nun weiter vorgehen, ist noch nicht klar.“ Angekündigt wurde aber bereits, dass die Bürgerinnen und Bürger – wenn es soweit ist - möglichst transparent über anstehende Geschwindigkeitsmessungen informiert werden. Fakt ist: Wer angepasst fährt, hat auch keine Sanktionen zu befürchten.

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Foto: Toggo Wiggler auf Pixabay