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Schnelles Internet kommt im Herbst

Anbindung von Aschbach und Gresaubach „fest eingetaktet“

Mit der Saarlouiser Firma inexio hatte die Stadt Lebach vor mehr als eineinhalb Jahren einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, wodurch in einem ersten Schritt Aschbach bis Ende 2010 und Thalexweiler noch 2011 an die bestehende schnelle Glasfaserverbindung hätten angeschlossen werden sollen (wir berichteten). Bislang ist in dieser Hinsicht nichts geschehen.

Anlass für den Lebacher Bürgermeister Arno Schmidt, den Vertragspartner auf seine Versäumnisse schriftlich hinzuweisen und ihn aufzufordern, tätig zu werden und auch seine Kommunikation zu verbessern. inexio bot daraufhin ein gemeinsames Pressegespräch im Rathaus an, um sowohl den Bürgermeister als auch die Öffentlichkeit über den aktuellen Sachstand und die Gründe der Verzögerungen zu informieren.

350 Kilometer Glasfaserkabel hätten sie im vergangenen Jahr in den Boden gebracht, so berichtete Thorsten Klein, inexio-Geschäftsführer. Durchschnittlich 8 - 12 Ortsnetze würden von inexio monatlich fertig gestellt. Wobei er gleich einschränkend hinzufügte, dass dies 2011 nicht im Saarland, sondern überwiegend in Rheinland-Pfalz der Fall gewesen sei.

Doch weil nicht die Pfälzer Nachbarn, sondern konkret die Situation in Lebach Gegenstand des Gespräches werden sollten, kam Klein auch schnell auf die aktuelle Problematik bei der Anbindung von Lebacher Stadtteilen mit schnellem Internet zu sprechen: „Ein Teil der Verzögerung ist sicherlich der Unerfahrenheit unseres jungen Unternehmens geschuldet“, berichtet er, aber es habe zudem gerade im Saarland im gesamten vergangenen Jahr einen akuten Mangel an Tiefbauunternehmen gegeben, die bereit gewesen wären, die erforderlichen Bodenarbeiten durchzuführen. „Drei Viertel der Kapazitäten der Bauwirtschaft wurden im vergangenen Jahr von der Energiewirtschaft verbaut; wir haben auf Anfragen teilweise gar kein Angebot von den Unternehmen bekommen“, so Klein.

Der Geschäftsführer zeigt Verständnis für die Beschwerden der Verwaltung, der Ortsvorsteher und auch der Bürgerinnen und Bürger, die bereits einen Vorvertrag mit seiner Firma abgeschlossen haben: „Uns macht das ja auch keinen Spaß, dass wir unsere Kundinnen und Kunden so lange hinhalten müssen.“

Gleich nach Ostern werde man aber mit den Bauarbeiten für Aschbach und Gresaubach beginnen, „die Projekte sind bei uns und den Unternehmen fest eingetaktet“. So rechne man damit, dass Aschbach im September und Gresaubach im Oktober dieses Jahres angeschlossen werden könnten und will den Kunden dies auch in den nächsten Tagen in einem gesonderten Schreiben mitteilen.

Bürgermeister Arno Schmidt brachte in diesem Gespräch auch die Situation der anderen Stadtteile zur Sprache, die zumindest teilweise unter ähnlichen Problemen leiden. Hier sagte Klein zu, dass man diesbezüglich nun schnell in konkrete Gespräche mit der Stadt einsteigen werde.

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