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Projekt Lernort Lebach

Neue Geschichts- und Erinnerungstafel – Stele am Grab eines Zwangsarbeiters

15 Schülerinnen und Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums sowie Vertreter der Landesregierung, des Landkreises, der Stadt Lebach, der Kirchen und lokaler Vereine haben vergangene Woche gemeinsam mit dem Landesverband Saar des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. feierlich eine neue Infotafel und eine weitere Stele am Lernort Lebach eingeweiht.
Die neue gut sichtbare, große Geschichts- und Erinnerungstafel am Fuße der Kriegsgräberstätte informiert über Ereignisse der Stadt Lebach im Zweiten Weltkrieg sowie über das Projekt „Lernort Lebach“. Zudem befindet sich nun eine neue Stele am Grab eines Zwangsarbeiters, sodass man vor Ort sein Schicksal nachlesen kann. Bereits seit 2016 läuft das Projekt „Lernort Lebach“, das vom Landesverband Saar des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. initiiert und mithilfe von Schulen, Ehrenamtlichen sowie vom Historischen Verein Lebach mitgestaltet und von mehreren Ministerien und Förderern finanziert wurde.

Schülerinnen und Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums hatten anlässlich der Einweihung Botschaften zu Krieg und Frieden auf Steine geschrieben. Bevor sie die Steine auf eine Europaflagge am Boden legten, lasen sie ihre Botschaften laut vor. Wer wollte, konnte einen der Steine mitnehmen und an einem Ort seiner Wahl auslegen, um die Botschaften zu verbreiten. Die Botschaften lauteten beispielsweise: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg“, „Auch wenn wir den Krieg gewinnen, verlieren wir den Frieden“ oder „Frieden kostet Mut, Krieg kostet Leben“. Eine Projektgruppe von Dr. Eva Kell vom Johannes-Kepler-Gymnasium übernimmt die Patenschaft für die Stele am Grab des Zwangsarbeiters Jakob Serafinowitz (geboren 1875 im heutigen Grenzgebiet der Westukraine).
Der Landesvorsitzende des Volksbundes, Werner Hillen, begrüßte die Anwesenden und unterstrich die Bedeutung des Einsatzes für Frieden und Demokratie, vor allem im Hinblick auf die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine. Auch die folgenden Rednerinnen und Redner – Christina Baltes, Vizepräsidentin des Saarländischen Landtags, Staatssekretär Jan Benedyczuk in Vertretung der Ministerpräsidentin sowie der Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, die auch Schirmherrin des Projekts ist, Claudia Beck in Vertretung des Landrats Patrik Lauer sowie Bürgermeister Klauspeter Brill – gingen auf die derzeitige Kriegslage in der Ukraine ein und riefen die Gäste und vor allem die Schülerinnen und Schüler auf, wachsam zu sein und die Erinnerungen an die Vergangenheit wachzuhalten.
Pfarrerin Andrea Sattler und die Pastoralreferentin Marlene Schenk gestalteten mit Pfarrer Marcin Sobilo von der polnischen katholischen Mission eine Andacht. Die Bildungsreferentin des Volkbundes, Lilian Heinen-Krusche, gab einen kurzen Überblick über den Lernort, den sie federführend gestaltet.     
(Text: Amélie Zemlin-Kohlberger)

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Die Steine mit Friedensbotschaften konnten mitgenommen und an einem neuen Ort der Wahl ausgelegt werden. V.l.n.r.: Staatssekretär Jan Benedyczuk, Bürgermeister Klauspeter Brill, Claudia Beck vom Landratsamt Saarlouis, Landesvorsitzender Werner Hillen, Vizepräsidentin des Landtags, Christina Baltes. Foto: Volksbund/A.Zemlin-Kohlberger