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Betreuungsplätze für Vorschulkinder schaffen

Infrastruktur in den
Stadtteilen gezielt ausbauen

Die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen war ein Schwerpunkt der jüngsten Sitzung des Lebacher Stadtrates.  So wurde beispielsweise beschlossen, die Kindertagesstätte in Steinbach zur Erhöhung des Betreuungsangebotes vorübergehend zu erweitern. Die Kindertagesstätte in Steinbach hat derzeit zwei Kindergartengruppen (50 Plätze), eine Krippengruppe (11 Plätze) und eine altersgemischte Gruppe (13 KiTa-Plätze und 5 Krippenplätze). Nach den aktuellen Anmeldungen besteht zusätzlicher Bedarf an Krippenplätzen ab dem Jahr 2023. Nach Rücksprache mit dem Landesjugendamt besteht in Steinbach die Möglichkeit, temporär sechs zusätzliche Krippenlätze zu schaffen, die bis zur Fertigstellung der Kindergärten in Gresaubach, Landsweiler und Lebach als Übergangslösung dienen können. Der Stadtrat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, die erforderlichen Umstrukturierungsprozesse in Gang zu setzen, um die Maßnahme möglichst rasch umzusetzen.
Außerdem stellte Heinrich Alff vom Architekturbüro Alff & Holletzek in der öffentlichen Sitzung den aktuellen Planungsentwurf für den Aus- und Neubau der Kindertagesstätte in Landsweiler (FOTO) vor. Die Umbauarbeiten an der Grundschule, die sich im gleichen Gebäudekomplex befindet, laufen planmäßig, so dass die Schulkinder vermutlich nach den Sommerferien ihre neuen Räumlichkeiten beziehen können. Die dadurch wieder freiwerdende Containerlandschaft auf dem Dorfplatz an der Stangenwaldhalle kann dann während des Kita-Umbaus als Übergangslösung für die Betreuung der Kindergartenkinder genutzt werden.  
Die Pläne sehen vor, das bestehende Kita-Gebäude zu erhalten und dieses in einen Neubau zu integrieren. Das neue Raumkonzept beinhaltet eine fünfgruppige Einrichtung. Im Neubaugebäude werden zwei Regelgruppen mit je einem Förderraum, zwei altersgemischte Gruppen mit je einem Wickelraum und einem Schlafraum sowie eine Krippengruppe mit einem Wickelraum und einem Schlafraum Platz haben. Außerdem sind Lagerräume, eine Küche samt Mitmach-Küche und Bistro sowie ein Mehrzweckraum vorgesehen. Verwaltungs- und Sozialräume werden im bestehenden Gebäude untergebracht.
Der Höhenunterschied zwischen den beiden Gebäuden wird barrierefrei über einen im Gebäude eingebauten Plattform-Aufzug ausgeglichen. Es ist vorgesehen, das Gebäude in Holzständerbauweise mit einer vorgehängten Holzfassade und begrünter Dachfläche auszuführen. Außerdem ist eine PV-Anlage auf dem Dach geplant, alle Räume können über eine Lüftungsanlage be- und entlüftet werden und die Beheizung erfolgt über eine Wärmepumpe. Rund um das Neubaugebäude können die Kinder eine ebenerdige Außenfläche zum Spielen und Toben nutzen, außerdem soll die Hanglage mit Spielgeräten wie Rutschen, Kletteraufstiegen etc. belebt werden. Die Baukosten für dieses Projekt belaufen sich nach der derzeitigen Kostenschätzung auf ca. 3,5 Millionen Euro.

Außerdem wurde vom Stadtrat erneut das Angebot der KEB aus Dillingen diskutiert, die mit der „meine Lebensträume gGmbH“ als Träger im ehemaligen Schönstattzentrum auf dem Wünschberg eine Kindertagesstätte mit bis zu sechs Gruppen errichten möchte. Die Parteien im Rat stehen diesem Vorhaben weitgehend positiv gegenüber, denn der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen sei gegeben und werde in den nächsten Jahren weiter steigen. Allerdings soll zunächst die Verkehrssituation im Einmündungsbereich von und zur Saarbrücker Straße sowie der Begegnungsverkehr bei der Zufahrt begutachtet werden.

Bürgermeister Klauspeter Brill erklärt weiter: „In den vergangenen Jahren haben wir die Zahl der Betreuungsplätze im Krippen- und Vorschulbereich immer wieder aufgestockt und die bestehenden Einrichtungen mit Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen ertüchtigt. Durch Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb der bestehenden Kita werden derzeit in Thalexweiler die Voraussetzungen für zwölf zusätzliche Plätze geschaffen, die Anfang des kommenden Jahres zur Verfügung stehen sollen. Für das Großprojekt „Neubau einer Kindertagesstätte in Gresaubach“ haben wir schon vor Monaten die Weichen gestellt. Dort planen wir den Bau einer dreigruppigen Kindertagesstätte. Zusammen mit dem Umbau der Grundschule und der Kindertagesstätte in Landsweiler stärken wir die Infrastruktur in diesen Stadtteilen. Wenn es uns gelingt, gemeinsam mit der KEB eine praktikable Lösung für die Verkehrsproblematik bei der Zufahrt zu einer möglichen Kindertagesstätte auf dem Wünschberg zu finden, wären wir auch im zentralen Stadtteil Lebach für die Zukunft gut aufgestellt. Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt.“

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Planungsentwurf für den Neubau der Kindertagesstätte in Landsweiler.