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„Enkeltrick & Co.“

Infokampagne will dramatischer
Entwicklung entgegenwirken

Seit einigen Jahren gibt es eine dramatische Entwicklung bei den sogenannten „Straftaten zum Nachteil älterer Menschen“. Mit Betrugsmaschen, die als „Enkeltrick“ oder „Schockanruf“ bekannt sind, wurden in 2022 allein im Saarland rund 1,8 Millionen Euro erbeutet. Und dabei handelt es sich nur um die Schadenssumme, die tatsächlich zur Anzeige gebracht wurde. Da sich Betroffene oftmals für ihre eigene Leichtgläubigkeit schämen, geht die Polizei von einer hohen Dunkelziffer aus.
Obwohl die Mehrzahl der Opfer 60 Jahre und älter ist, kann es wirklich jeden treffen. Die Opfer werden in der Regel am Telefon überrumpelt bzw. geschockt und so lange unter Druck gesetzt, bis sie schließlich die erfundene Geschichte glauben. Damit haben die Täter meist schon ihr Ziel erreicht und können im nächsten Schritt die Beute abschöpfen.
Vor diesem Hintergrund startet das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport zusammen mit der saarländischen Polizei und verschiedenen Partnern eine breit angelegte Informationskampagne zur Sensibilisierung für die Gefahren von „Enkeltrick & Co.“. Zu den Partnern gehören der Weiße Ring, Banken und Sparkassen, die Verbraucherzentrale, Volkshochschulen, der saarländische Städte- und Gemeindebund sowie die Landkreise und das Sozialministerium.
Teil der Informationskampagne ist eine handliche Broschüre, in der die aktuell gängigsten Betrugsmaschen übersichtlich zusammengefasst sind. Außerdem beinhaltet das 16-seitige Heftchen Handlungsempfehlungen und Tipps zum Schutz vor „Enkeltrick & Co.“ .

Bürgermeister Klauspeter Brill unterstützt die Kampagne: "Wie wichtig Information und Sensibilisierung in diesem Zusammenhang sind, zeigen nicht nur die Zahlen und Statistiken, sondern auch persönliche Erfahrungen. Fast jedem von uns wurde in seinem Umfeld schon von Schockanrufen berichtet oder man hat selbst Fake-Nachrichten auf dem Smartphone erhalten. Die Täter setzen darauf, dass Menschen im Allgemeinen freundlich und hilfsbereit sind und ergaunern sich deren Vertrauen, indem sie bewusst mit Ängsten spielen und schockierende Geschichte erfinden."
Die Taten haben schwerwiegende Folgen für die Betroffenen, in finanzieller, aber auch in emotionaler Hinsicht. Gerne unterstützen wir daher die Informationskampagne der Landesregierung. Die Informationsbroschüre wird demnächst im Rathauses ausliegen und kann dort kostenfrei mitgenommen werden. Außerdem steht sie HIER als Download zur Verfügung .
Bitte scheuen Sie sich nicht, Hilfe zu rufen. Wenden Sie sich an Nachbarn oder enge Vertraute. Seien Sie misstrauisch, lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und rufen Sie auch beim geringsten Verdacht die 110, also den Polizei-Notruf, an.

 

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