Zum Hauptmenue Zum Inhalt Zu den Kontaktdaten

Keine Kita auf dem Wünschberg

Laut Verkehrsgutachten ist der
Standort nicht zu empfehlen

Ein Verkehrsgutachten hat die Pläne des 3B-Verbundes (vormals KEB), auf dem Lebacher Wünschberg eine mehrgruppe Kindertagesstätte zu errichten, im wahrsten Sinne des Wortes ausgebremst. Aus verkehrstechnischer Sicht sei der Wünschberg als Standort für die „Errichtung einer Kindestagesstätte nicht zu empfehlen“, heißt es in dem Gutachten.

Trotz mehrerer Abstimmungsgespräche, Vor-Ort-Terminen und der Prüfung verschiedener Varianten konnte keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden. Denn es gibt leider nur eine Zu- und Ausfahrtsmöglichkeit durch die schmale Straße „Am Wünschberg“. Sie mündet an einem neuralgischen Punkt in die Saarbrücker Straße B268/B269. Die Kreuzung der beiden Bundesstraßen, die Abzweigung zur Innenstadt, die unmittelbare Nähe zum Scherer-Kreisel und die Einmündung in die Dillinger Straße sorgen in Hauptverkehrszeiten schon jetzt dafür, dass sich der Verkehr staut.

„Natürlich hätten wir das Vorhaben eines externen Trägers, in Lebach eine sechsgruppige - oder zumindest eine dreigruppige - Einrichtung zu realisieren, von Seiten der Stadt gerne unterstützt. Wir wissen selbst, wie groß der Bedarf an Betreuungsplätzen schon jetzt ist und dass er in den nächsten Jahren weiter steigen wird“, erklärt Bürgermeister Klauspeter Brill. „Als der Investor 2022 mit seiner Idee an uns herantrat, das Schönstattzentrum zu sanieren und dort Platz für Krippe- und Kindergartenkinder zu schaffen, haben wir dies deshalb als große Chance gesehen - auch um das ehemalige Schönstattzentrum wieder mit Leben zu füllen.“ Andererseits wurde das Vorhaben von Beginn an kontrovers im Stadtrat diskutiert. Bedenken, dass die Hol- und Bringsituation problematisch werden könnte, wurden geäußert. „Wir wollten dennoch nichts unversucht lassen und haben uns darauf geeinigt, ein Verkehrsgutachten als Entscheidungsgrundlage abzuwarten.“

Nachdem das Verkehrsgutachten nun vorlag, hat der Stadtrat erneut über das Vorhaben beraten – und es einstimmig abgelehnt. „Gerne hätten wir die Chance genutzt, aber wir müssen stets das Große Ganze im Auge behalten. Eine Kindertagesstätte auf dem Wünschberg hätte zu massiven Beeinträchtigungen des innerstädtischen Verkehrs in Lebach in einem ohnehin schon stark belasteten Bereich geführt. Wir werden nun alles daransetzen, um an anderer, besser geeigneter Stelle möglichst viele Betreuungsplätze für Kinder und Kleinkinder zu schaffen.“ Um dem immer größere werdenden Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder und Kleinkinder gerecht zu werden, wird die Stadt Lebach nun die ursprünglich als dreigruppig geplante Kindertagesstätte in Gresaubach gleich fünfgruppig bauen und auch nach der Fertigstellung des Neubaus der Kindertagesstätte in Landsweiler die Auslagerung an der Stangenwaldhalle zunächst weiter nutzen. Außerdem läuft im Stadtgebiet die Suche nach weiteren Grundstücken, die nach entsprechender Prüfung für die Errichtung einer Kindertagesstätte geeignet sind.

Zurück