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Stadtbibliothek schließt

Freiwillige Leistung
wirtschaftlich nicht mehr tragbar

In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat der Stadt Lebach mehrheitlich beschlossen, die Stadtbibliothek zum 1. Februar 2027 zu schließen. Eine Fortführung dieser freiwilligen Leistung ist mit Hinblick auf den Kosten-Nutzen-Faktor wirtschaftlich nicht mehr tragbar.

 

Für Mietkosten, Personalkosten, die Neuanschaffung von Medien und Büromaterialien würden für Betrieb und Unterhaltung der Stadtbibliothek ab 2027 jährlich ca. 28.000 Euro anfallen. Demgegenüber stehen Einnahmen durch Nutzungsgebühren in Höhe von 1.300 Euro im Jahr, zumal die Ausleihstatistik der letzten Jahre einen kontinuierlichen Rückgang verzeichnet. „Hinzu kommt, dass unser ehemaliger Bibliothekar, Hans Huth, der uns seit seinem Renteneintritt als geringfügig Beschäftigter unterstützt, signalisiert hat, diese Tätigkeiten nicht mehr auf Dauer ausüben zu wollen und wir die Stelle dann neu besetzen müssten“, erklärt Bürgermeister Klauspeter Brill.

 

Jahrzehntelang war die Bibliothek im Erdgeschoss des Rathauses untergebracht, wurde im Dezember 2024 aber in leerstehende Räumlichkeiten Am Markt 7-11 ausgelagert. „Diese Auslagerung aus dem Rathaus war notwendig, weil im Zuge der Hochwasserereignisse ein Umbau der Technik aus den Kellerräumen in das Erdgeschoss erfolgen musste“, erklärt Bürgermeister Klauspeter Brill.

Bei der Anmietung der leerstehenden Räume der ehemaligen Post konnte die Stadt von einem Förderprogramm des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie profitieren. Das Förderprogramm und die damit verbundene anteilige Übernahme der Mietkosten (70%) läuft allerdings zum 31.01.2027 aus, so dass die Stadt die Miete komplett selbst tragen müsste.

Mit einem objektiven Blick auf die Kosten und die Personalsituation ist es daher nicht mehr möglich, die Stadtbibliothek in der derzeitigen Konstellation weiter zu betreiben.

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