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Diskussion zum Krankenhauserhalt

Keine neuen Fakten zu einem eventuellen Neubau

Im Januar 2010 konnte man in der Saarbrücker Zeitung auf Nachfrage nachlesen, dass auch die Stadt Lebach sich natürlich für den Erhalt ihres Krankenhauses einsetzen werde, doch erst müssten Fakten auf den Tisch, um eine sachorientierte Diskussion über den Standort eines möglichen Neubaus in der Region zu führen. Damals sorgten Kommunalpolitiker für eine öffentliche Diskussion. Auch jetzt hat ein Kommunalpolitiker, diesmal  aus Hermeskeil, das Thema der Umgestaltung der Krankenhauslandschaft im nördlichen Saarland wieder in die öffentliche Diskussion gebracht. Doch nach wie vor gibt es hierzu keine neuen Fakten. Natürlich überlegen Krankenhausträger, wie sie ihre finanziellen Mittel aus ihrer Sicht optimal einsetzen können. Dies ist ihre Aufgabe, doch die Finanzen sind nur eine Seite der Medaille. Denn auf der anderen Seite muss die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung im Mittelpunkt potenzieller Zuschussgeber stehen. Im Februar 2010 versicherten die Geschäftsführer der Marienhaus GmbH und der Cusanus-Trägergesellschaft Trier (ctt) im Merziger Kreisausschuss, dass sie ohne Schließungen der Häuser in Losheim, Wadern, Lebach und Hermeskeil (damals noch in der Diskussion)auskommen wollten.

Im Juni 2010 stellte die Stadtverwaltung Lebach ein 21-seitiges Argumentationspapier zusammen, das an alle Entscheidungsträger versandt wurde. Unter dem Titel "Caritas Krankenhaus Lebach - unverzichtbar für die Gesundheitsversorgung der Region" wurden handfeste Argumente für den Erhalt des Lebacher Krankenhauses vorgebracht. Insbesondere weist das Papier auf die Notwendigkeit einer Notfallversorgung sowie einer Bereitschaftspraxis an Wochenenden für den Einzugsbereich mit insgesamt 76.000 Menschen hin. Mit Eppelborn, Illingen, Heusweiler, Teilen von Riegelsberg, Schmelz und Tholey zeigt gerade der Einzugbereich des Lebacher Krankenhauses für Notfälle an Wochenenden, dass nicht nur das nördliche Saarland von örtlichen Änderungen betroffen wäre.

Daher hat die Stadt - ebenso wie die übrigen betroffenen Kommunen - nach Möglichkeiten gesucht, im Falle eines Neubaus Flächen zur Verfügung stellen zu können. Den Trägern liegt das Angebot vor, unmittelbar an der Autobahn A1 im Bereich von Thalexweiler eine genügend große Fläche für einen Neubau nutzen zu können, die zudem über eine hervorragende verkehrliche Anbindung verfügt.

Unabhängig von der erneut aufflammenden Diskussion gibt es derzeit aber keine neuen Erkenntnisse, die über den Stand der Diskussionen vor einiger Zeit hinaus gehen. Da für einen möglichen Neubau erhebliche Zuschüsse des Landes notwendig sind (laut Presseberichten 30 Millionen €), wird die neue Landesregierung sich nach den Landtagswahlen wohl erst noch überlegen müssen, ob und wie diese Mittel aufgebracht werden können.

 

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