Zum zweiten Mal waren Soldatinnen und Soldaten der ersten Kompanie des Lebacher Fallschirmjägerbataillons 261 am Fastnachtdienstag in Aktion. Denn schon im vergangenen Jahr kam man in der Kaserne auf die Idee, rund um den Fastnachtsumzug auf dem Bitscher Platz Essen und Getränke anzubieten und dadurch an dieser Stelle optisch und verpflegungsmäßig eine Lücke zu füllen. Auch in diesem Jahr waren es wieder rund 20 freiwillige Soldatinnen und Soldaten der Ersten Kompanie, die unter der Leitung von Kompaniefeldwebel Armin Axt für einen guten Zweck ihre Arbeit verrichteten. Genau 1.054,22 Euro konnten an diesem Tag erwirtschaftet werden, die nun an den Freundes– und Förderkreis ctt-Krankenhauses Lebach e.V. übergeben wurden. Hierzu hatte Bürgermeister Arno Schmidt ins Lebacher Rathaus eingeladen.
Der Bürgermeister zeigte sich sehr erfreut über diese Aktion: „Ich kann nur immer wieder Danke sagen, dass die Bundeswehr und das Krankenhaus in der Lebacher Öffentlichkeit auch durch Aktionen wie diese gemeinsam wahrgenommen werden“, führte er aus. Gerade in Zeiten, in denen man sich in Lebach um den Verbleib dieser beiden wichtigen Organisationen sorge, sei es besonders wichtig, immer wieder auf deren große Bedeutung für die Stadt hinzuweisen.
In die gleiche Kerbe schlug auch Bataillonskommandeur Stefan Weber, der es sich nicht nehmen ließ, bei der Übergabe zugegen zu sein. Der freiwillige Einsatz seiner Soldatinnen und Soldaten belege eindrucksvoll, dass die oft erwähnte Verbundenheit von Bundeswehr und Stadt kein bloßes Lippenbekenntnis der Führungsmannschaft sei, sondern bis hin zum Mannschaftsdienstgrad verinnerlicht und gelebt werde.
Mit Freuden und einem großen Dankeschön nahm die 1. Vorsitzende des Freundes- und Förderkreises das Geld entgegen. „Wir sind auf Geld angewiesen“, führte sie aus, „um Menschen im Krankenhaus Dinge zukommen zu lassen, die nicht im Krankenhausetat enthalten sind.“ Der Verein habe zwar mittlerweile rund 130 Mitglieder, die allerdings nur zehn Euro pro Jahr an Mitgliedsbeitrag zahlten. Insofern sei man auf Aktionen und Spenden dieser Art angewiesen. Als Beispiele für die Unterstützung nannte sie die Anschaffung mehrerer Defibrillatoren, eines Übungs-Torsos, eines Verbandswagens und von Spezialstühlen für die Onkologie. Neueste Errungenschaft sei die Einrichtung eines speziellen Raumes, „Es war einmal“ genannt. Hier könnten Patientinnen und Patienten betreut werden, die neben ihrer akuten Erkrankung oder Verletzung, wegen derer sie im Krankenhaus sind, zusätzlich an Demenz leiden. Deren Betreuung werde auch durch die „Grünen Engel“ erbracht, einer Gruppe von derzeit 16 Vereinsmitgliedern, die im Krankenhaus jenseits der Behandlung und Pflege den Patientinnen tröstend, unterhaltend oder mit Rat und Tat zur Seite steht.
INFO: Freundes- und Förderkreis ctt-Krankenhauses Lebach, (als gemeinnützig anerkannt) Heeresstraße 49, 66822 Lebach, Spendenkonto: KSK Saarlouis (BLZ 59359110) Nr. 26158022.














