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Zweckverband steht vor seiner Gründung

„Natura Ill-Theel“ soll Gewässerqualität nachhaltig verbessern

Sechs Kommunen an Ill und Theel gehen gemeinsam neue Wege: Wegen der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie stehen die Kommunen im Bereich des Gewässerschutzes vor großen Herausforderungen. Diese sind im Alleingang kaum zu bewältigen. Deshalb haben sich die vier Gemeinden des Zweckverbandes Illrenaturierung (Illingen, Eppelborn, Marpingen und Merchweiler) mit den Theel-Anrainern (Tholey und Lebach) zu einem gemeinsamen Vorgehen in Kooperation mit der Universität des Saarlandes entschlossen (wir berichteten).

Nachdem die Landesverwaltung die Verbandssatzung nun eingehend geprüft hat und deren Änderungsvorschläge eingearbeitet sind, steht der Gründung des neuen Zweckverbandes mit Namen „Natura Ill-Theel“ fast nichts mehr im Weg. Denn dass die Räte der sechs Kommunen dem geänderten Satzungstext und damit der Gründung des Zweckverbandes zustimmen, dürfte als sicher gelten.

Den Anfang der gemeinsamen Arbeit hat der Zweckverband mit einem Dauermess-programm chemischer und biologischer Daten bereits gemacht. Denn die Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet seit dem 22.12.2000 alle Mitgliedsstaaten, bis zum Jahr 2015 die Gewässer (oberirdisch und Grundwasser) in einen guten ökologischen und chemischen Zustand zu versetzen. Seit 2009 sind die für diese Zielerreichung festgelegten „Maßnahmenprogramme“ behördenverbindlich und müssen von den „Gewässerunterhaltungspflichtigen“ - also von den Kommunen - umgesetzt werden.

Die Ausgangssituation stellt sich so dar, dass Defizite in den Bereichen Struktur und Gewässerbelastung bestehen. Diese zu beseitigen, ist jeweils Pflichtaufgabe der Kommunen.

Mit Unterstützung und in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und der Universität des Saarlandes wurde der Gedanke eines Modellvorhabens für die Umsetzung der Richtlinie für das Einzugsgebiet von Ill und Theel (Gewässernachbarschaft Ill-Theel) entwickelt und ist seit August 2009 in der Umsetzung. Die Dauer ist zunächst bis 2017 vorgesehen.

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