In den vergangenen Wochen gab es verschiedentlich Irritationen in Bezug auf die Kindertagesstätte in Gresaubach. Dort betreibt die Kita gGmbH eine zweigruppige Kindertagesstätte. Das Raumprogramm entspricht nicht mehr den Vorgaben eines zeitgemäßen Kita-Programms, ist aber für den laufenden Betrieb noch ausreichend. Mehrheitsgesellschafter dieser Organisation ist das Bistum Trier. Die Kirchengemeinde als Gebäudeträger, das Bistum und die Kita gGmbH als Betriebsträger waren Anfang November 2012 auf die Stadt Lebach zugekommen, da durch geburtenstarke Jahrgänge in Gresaubach zumindest für die Jahre 2013 – 2017 nicht alle Kinder in den vorhandenen Räumen untergebracht und betreut werden können. In einer kurzfristig einberufenen Besprechung, an der Vertreter sowohl der Stadt Lebach als auch des Bistums teilnahmen, wurden Möglichkeiten erörtert, wie man dem entgegenwirken könne.
Das Bistum forderte hierbei die Stadt Lebach auf, Umbaumaßnahmen im vorhandenen, schon älteren Gebäude der Kita Gresaubach vorzunehmen. Erste Kostenschätzungen ergaben dabei einen Finanzierungsbedarf von rund 2 Millionen Euro. Dieses Geld sollte nach dem Willen des Bistums die Stadt gemeinsam mit dem Land und dem Landkreis aufbringen. Zwischenzeitliche Verlautbarungen der Kirchengemeinde, das Bistum hätte dabei eine „weitreichende Mitfinanzierung der erforderlichen Maßnahmen“ angeboten, sind unzutreffend. Gleichwohl pocht man seitens des Bistums darauf, weiterhin die Trägerschaft über die Einrichtung erhalten zu wollen.
Die Stadt überprüfte daraufhin die Alternative eines kompletten Neubaus im Ort. Erste Kostenschätzungen ergaben in etwa den gleichen finanziellen Aufwand wie für den Umbau des alten Gebäudes. Nach eingehender Prüfung und Anhörung des Ortsrates Gresaubach beschloss der Stadtrat den Neubau einer Kita auf einer städtischen Fläche in Gresaubach unter städtischer Trägerschaft, denn wenn die Stadt schon die gesamte Finanzierung gemeinsam mit dem Kreis und dem Land stemmen muss, dann will sie natürlich auch dort das Sagen haben.
Parallel zu diesen Vorgängen ist nach einer Lösung für die „überzähligen“ Kinder gesucht worden, da die Baumaßnahme ca. 1,5 Jahre in Anspruch nehmen wird. Ursprünglich waren sowohl das Bistum als auch die Kirchengemeinde bereit, den Pfarrsaal oder alternativ als zeitlich befristete Ausweichlösung zu akzeptieren. Als allerdings der Beschluss des Stadtrates bekannt wurde, bei einem Neubau die Trägerschaft bei der Stadt Lebach zu belassen, wurde die Nutzung des Pfarrsaales abgelehnt. Am 30. Juli 2013 teilte die Stadt der Kirchengemeinde mit, dass sie eine Übergangslösung mittels eines speziellen Containers auf ihre eigenen Kosten anstrebt. Dies ist dem Vernehmen nach mittlerweile durch den Diözesanverwaltungsrat genehmigt worden. Allerdings ist ein solches Schreiben bislang bei der Stadt noch nicht eingegangen.
Die Stadt Lebach hofft, dass im Einvernehmen mit Kirchengemeinde und Bistum im Sinne der Kinder und ihrer Eltern eine befriedigende Lösung zu finden.








