Kürzlich legte die Polizeiinspektion Lebach ihre Jahresstatistik für 2013 offen. Die Inspektionsführung, bestehend aus dem Inspektionsleiter Wolfgang Barbian, seinem Stellvertreter Peter Groß sowie dem Kriminaldienstleiter Werner Steimer, erläuterte die Zahlen und Daten. Die Polizeiinspektion Lebach ist zuständig für insgesamt fast 50.000 Menschen in Lebach, Schmelz und Saarwellingen.
Gestiegen ist demnach die absolute Zahl der Verkehrsunfälle auf Lebacher Bann. Im Vergleich zu 2012 hat sich deren Gesamtzahl um 32 auf insgesamt 577 gesteigert. Erfreulich dabei ist allerdings die Tatsache, dass die Zahl der dabei Verunglückten um fast 16 Prozent zurück gegangen ist, und gottlob wurden die Beamtinnen und Beamten im vergangenen Jahr zu keinem tödlichen Verkehrsunfall gerufen. Angestiegen ist hingegen die Zahl der Unfallflüchtigen um fast 7 Prozent auf insgesamt 126 Fälle.
Alkoholische Beeinflussung war bei lediglich 9 Unfällen festgestellt worden. Diesen deutlichen Rückgang im Gegensatz zu 2012 - da waren es noch 15 - führt die Polizei auf entsprechende Kontrollen zurück, die man auch beibehalten will. Überhöhte Geschwindigkeit führt die Polizei in rund 16 Prozent der Unfälle als Ursache an, zu geringer Abstand war bei fast jedem zehnten Unfall die Ursache.
Auch in der Kriminalstatistik 2013 ist ein Anstieg der Straftaten auf Lebacher Bann zu verzeichnen. Waren es im Jahr 2012 noch 2.061, so sind im vergangenen Jahr 2.135 Straftaten verübt worden. In der Relation zur Einwohnerzahl rangiert die Stadt Lebach damit saarlandweit auf einem bedenklichen dritten Platz (hinter Saarbrücken und Saarlouis, noch vor Neunkirchen, Dillingen und Völklingen).
Einschränkend zu dieser Zahl ist zu bemerken, dass die Kategorie „Verstoß gegen strafrechtliche Nebengesetze“, wie es im Polizeijargon heißt, mit 21 Prozent den stärksten Anteil einnimmt. Zu dieser Kategorie gehören beispielsweise auch Verstöße gegen das Asylgesetz. Dieser Anteil ist im vergangenen Jahr sprunghaft von 406 auf 682 Delikte angestiegen. Die Rauschgiftdelikte haben sich in Lebach hingegen von 67 auf 37 Fälle fast halbiert. Angestiegen sind allerdings die Gewaltdelikte von 56 auf 65 Fälle, ebenso die Zahl der Wohnungseinbrüche - ein Plus von 37 auf insgesamt 120 Fälle.
Deutlich zurück gegangen sind die Vermögens- und Fälschungsdelikte; hier war allerdings 2012 ein Sammelfall von über 200 Fällen gegeben.














