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Jahresrückblick des Bürgermeisters

Klauspeter Brill resümiert das vergangene Jahr

Liebe Leserin,

lieber Leser,

Ihnen allen ein frohes neues Jahr, vor allem Gesundheit und Zufriedenheit. Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Zeit also, die vergangenen 12 Monate Revue passieren zu lassen und auf die vielen Ereignisse zurückzublicken.

Das Zentrumsmanagement hatte es sich zum Ziel gemacht, Lebach für das Einfahren der Saarbahn im Oktober zu rüsten und dabei nicht nur die Innenstadtläden, sondern auch die Bürger insgesamt mitzunehmen. In diesem Zuge wurde eine erste Bürgerversammlung im Februar veranstaltet, deren rege Teilnahme mich sehr positiv gestimmt hat. Die konstruktiv-kritischen Anregungen und Vorschläge aus der Mitte der Bevölkerung sind mir wichtig, damit die Arbeit des Rathauses auch weiterhin zielgerichtet erfolgen kann.

Aus diesem Grund habe ich in diesem Jahr auch die „Runden Tische“ ausgeweitet. So habe ich neben den bekannten Themen Jugend und Senioren auch einen Runden Tisch Wirtschaft einberufen, um die Arbeit der städtischen Wirtschaftsförderung auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer Unternehmen abzustimmen. Dass diese Gespräche nicht nur reines Reden sind, sondern durchaus auch Wirkung entfalten, merken wir beispielsweise im Jugendbereich. Einige kleinere Anregungen wie ein spezielles Jugendzelt zum Fastnachtsumzug oder die Beteiligung von Jugendbands zum Theelfeschd konnten wir bereits realisieren, und weitere Aktionen von, für und mit Jugendlichen sind bereits in konkreter Planung. Diese Runden Tische werde ich weiter ausbauen.

Kommunikation, Transparenz und Bürgerservice sind bei mir Themen, denen ich  seit meinem Amtsantritt permanent Beachtung schenke. Neben der bereits erwähnten Bürgerversammlung zum Thema Zentrumsmanagement habe ich die Bevölkerung auch zu den Themen Rad- und Freizeitweg Prims/Theel, Windkraft sowie zur Fahrbahn- und Gehwegsanierung in Thalexweiler eingeladen. Alle drei Bürgerversammlungen waren überaus gut besucht, und gerade bei diesen nicht unumstrittenen Themen hat es mich sehr gefreut, dass ein fairer und sachlicher Austausch von Informationen, Anregungen und Problemen gewährleistet war. Dafür auch an dieser Stelle allen Beteiligten meinen herzlichen Dank. Bedanken möchte ich mich auch für die rege Teilnahme an meinen Bürgersprechstunden, die ich im Rahmen der Möglichkeiten alle zwei Wochen durchführe, die nächste übrigens am 15. Januar. Die Möglichkeit, mir ihre individuellen Sorgen und Nöte vorzutragen oder mir auch wichtige Anregungen für meine Arbeit zu geben, haben viele von Ihnen genutzt.

Sehr gefreut habe ich mich über die Verleihung der Freundschaftsplakette an uns bzw. unsere Partnerstadt Bitche.  Diese Partnerschaft ist mir ein wichtiges Anliegen. Daher habe ich mich gefreut, dass die Kommunalwahlen im Frühjahr den bisherigen Bürgermeister Gérard Humbert bestätigt haben, ein deutliches Zeichen für die Kontinuität unserer Zusammenarbeit.

Auch hierzulande sind die Kommunalparlamente im Mai neu gewählt worden. Als Ergebnis daraus ist unser Stadtrat „bunter“ geworden; statt bisher vier sind es nun sieben Parteien, die Mitglieder in unseren Stadtrat entsenden. Gleichwohl kann ich sagen, dass die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Stadtrat gleichermaßen gut geblieben ist, wofür ich mich ausdrücklich bedanken möchte. 

Etliche Baumaßnahmen haben uns im vergangenen Jahr beschäftigt; einige davon werden uns auch weiterhin begleiten, beispielsweise die erwähnte Sanierung der Schaumbergstraße in Thalexweiler. Die Heeresstraße und mittlerweile auch die angrenzende Straße „Auf dem Graben“ sowie der Seminarweg sind fertig gestellt. Fertig ist auch der Kreisel auf der L 336 in Richtung Primsweiler, der das neue Gewerbegebiet „Auf Häpelt“ erschließt. Mit dem Vorstufenausbau dieses neuen Gewerbegebietes sind wir der Witterung wegen ein wenig im Verzug, doch ich bin zuversichtlich, dass erste Unternehmen noch im ersten Halbjahr mit dem Bau beginnen können. Fleißig gebaut wurde das Jahr über auch an der Lebacher Kindertagesstätte, die wir demnächst ihrer erweiterten Bestimmung werden übergeben können.

Leider ist das Projekt des Neubaus der Kita in Gresaubach noch immer in der Schwebe.  Nachdem wir zum Schuljahresbeginn einen Container bereit stellen konnten, hat sich die räumliche Situation zwar entschärft, doch das kann und wird keine Dauerlösung sein. Wir warten noch immer auf eine entsprechende Zusage des Landes und sind angesichts der Ankündigungen aus dem Bundesfamilienministerium zuversichtlich, dass hier bald eine Entscheidung über den Neubau herbeigeführt werden kann.

Für viele Schlagzeilen – sogar in einer bundesweit ausgestrahlten Fernsehsendung  - sorgte der Rad- und Freizeitweg, der Lebach über Knorscheid an das saarländische Radwandernetz anschließt. Den vergleichsweise wenigen Gegnern dieses Weges wurde meines Erachtens eine überproportional große mediale Aufmerksamkeit gewidmet. Mittlerweile ist dieser Weg fertig gestellt, und ich bin mir sicher, dass er unsere Freizeit-Infrastruktur nachhaltig aufwerten wird. Ebenso sicher bin ich mir, dass sich die Befürchtungen einiger Anwohner insbesondere in Knorscheid nicht bewahrheiten werden.

Mit der Fertigstellung des Bitscher Platzes konnten wir im Frühjahr einen Schlussstrich unter die Entwicklung des Bahnhofsumfeldes ziehen. Die ersten Arbeiten begannen 2003, und im Juni des vergangenen Jahres, also elf Jahre danach, konnte jeder feststellen, dass sich das gesamte Ensemble sehr zum Vorteil unserer Stadt verändert hat. Neben dem Eurobahnhof in Saarbrücken ist die Neugestaltung unseres Bahnhofsumfeldes die größte städtebauliche Infrastrukturmaßnahme des Saarlandes der vergangenen zehn Jahre, eine Maßnahme, auf die wir zu Recht stolz sein können. Nun werden wir allerdings über einige konkrete Verbesserungen nachdenken müssen, beispielsweise in Bezug auf die Ein- und Ausfahrt sowie auf die nötige Absenkung von einigen Randsteinen zur Verminderung von Barrieren.

Die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes wäre nicht möglich gewesen ohne die Saarbahn, so viel steht fest. Denn erst, als im Jahr 2002 der damalige Ministerpräsident Peter Müller verkündete, dass die Saarbahn bis nach Lebach fahre, interessierten sich Investoren für diesen Bereich. Wir hatten in dessen Folge das Glück, einen großen Teil des Areals kaufen und die Ansiedlungen damit selbst steuern zu können.  Am 5. Oktober war es dann endlich so weit: Die erste Saarbahn fuhr auf dem neu gestalteten Kombibahnsteig ein, zu Ehren unseres verstorbenen Bürgermeisters war auf deren Anzeige „Jung-Fernfahrt“ zu lesen – ein schönes Wortspiel. Toll auch, dass es uns gemeinsam mit einigen Lebacher Unternehmen gelungen war, eine „Lebach“-Bahn bekleben zu lassen, die seitdem für die Vorzüge unserer Stadt auf der Linie 1 von Lebach bis Saargemünd wirbt.

Der neu gestaltete Bitscher Platz war schon im Juni offiziell seiner Bestimmung übergeben worden, und zwar im Rahmen eines neuen Festes, dem „Theelfeschd“. Das neue Format hat sich trotz teilweise schlechten Wetters schon bei seiner Premiere bewährt, nicht zuletzt, weil es im Einvernehmen mit dem TV Lebach gelungen war, den Lebacher Stadtlauf in dieses Fest zu integrieren. Aber auch ein im Gegensatz zum ehemaligen Stadtfest deutlich ausgeweitetes Kinder- und Jugendprogramm trugen zum Erfolg bei.

Zum Jahresbeginn noch gar nicht geplant, gab es Mitte Juli in der Fußgängerzone vor dem Rathaus eine Veranstaltung der Sonderklasse namens „SR Fernsehen vor Ort“. Einen ganzen Tag lang konnten die vielen Besucherinnen und Besucher bei Kaiserwetter die Arbeiten der Kamerateams live beobachten. Nachmittags erfolgte eine Live-Sendung und sogar der „Aktuelle Bericht“ hier aus Lebach. Eine schöne Veranstaltung, bei der wir unsere Stadt in hervorragender Weise landesweit mit ihren vielen Vorzügen präsentieren durften.

Auch bei unseren höchsten Feiertagen, der Lebacher Grünen Woche, gab es Neuerungen. Samstags wurde erstmals im Festzelt ein Oktoberfest veranstaltet, und das mit überaus großem Erfolg. Die Karten waren im Vorverkauf bereits nach wenigen Tagen ausverkauft, und einige mussten gar an der Abendkasse warten, so groß war der Zulauf. Ein Wermutstropfen in diesen Festtagen war die Tatsache, dass unser Fallschirmjägerbataillon 261 in diesem Jahr zum letzten Mal seinen Tag der offenen Tür in der Graf-Haeseler-Kaserne ausgetragen hat. Das Bataillon wird am 19. März offiziell aufgelöst.   

 Ständige Beschwerden besorgter und verärgerter Anwohner über unverantwortlich schnelles Fahren auf unseren Straßen begleiten mich schon seit meinem Amtsantritt. Aus diesem Grund haben wir an besonders belasteten Stellen im Frühjahr Verkehrsuntersuchungen durchführen lassen, um diese Beschwerden objektiv zu überprüfen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen waren für mich gleichermaßen bestürzend wie alarmierend: Vielerorts wurde der Schwellenwert von 59 Km/h innerorts von weit mehr als der Hälfte der Verkehrsteilnehmer überschritten – eine Gefahr, die so nicht weiter hinnehmbar war. Daher waren sich Rat und Verwaltung darüber einig, dass stationäre Blitzer als Pilotprojekte an drei besonders betroffenen Stellen installiert werden sollten. Diese Geräte sind seit Anfang September in Betrieb und haben sehr schnell Wirkung erzielt: Teilweise ist die Zahl der Geschwindigkeitsübertretungen auf unter fünf Prozent gefallen – ein deutliches Plus an Sicherheit für alle Anwohner.

Positives auch aus der Welt des Sportes: Lebach hat eine Weltmeisterin zu verzeichnen, nämlich Nadine Brack aus Landsweiler, die im Mixed mit ihrem Partner Robin Schrecklinger aus Schmelz den Titel der Junioren-Weltmeisterin erringen konnte. Die vielen – sicherlich nennenswerten - anderen sportlichen Erfolge hier erwähnen zu wollen, würde den Rahmen dieses Rückblicks sprengen. Nichtsdestotrotz widerhole ich gerne auch an dieser Stelle meine bei der Sportlerehrung 2014 ausgesprochenen Glückwünsche an die vielen erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler.

Hohe Ehrungen wurden in diesem Jahr Monika Hoffeld und Dieter Heim zuteil, die mit der Bundesverdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurden. Rudi Fuchs wurde die „Freiherr-vom-Stein-Medaille“ für sein politisches Lebenswerk verliehen, und Friedel Scherer erhielt aus den Händen des neuen Innministers die Sportplakette des Saarlandes. Auch auf Stadtebene durfte ich besonders verdiente Menschen ehren: Paul Brück, der in diesem Jahr sein 40jähriges Dienstjubiläum als Knorscheider Ortsvorsteher feiern konnte sowie Peter Jenal vom FV Lebach, der den Sport-Ehrenpreis der Stadt Lebach erhielt. Die Ehrenmedaille der Stadt Lebach für besondere Verdienste durfte ich zudem unserem langjährigen Beigeordneten Dr. Edwin Fries verleihen, der sich in vielerlei Hinsicht für die Belange „seines“ Stadtteils Gresaubach sowie auch um die der Stadt Lebach verdient gemacht hat.

Soweit mein kurzer Blick zurück auf das Jahr 2014. Ich bedanke mich sehr für die vielfältige Unterstützung, die viele von Ihnen mir im vergangenen Jahr haben zuteil werden lassen. Wie gewohnt, werde ich Ihnen nächste Woche an dieser Stelle einen Ausblick über die geplanten Aktionen und Aktivitäten für die kommenden zwölf Monate geben.

Herzlichst

Ihr

Klauspeter Brill

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