Brandbekämpfung und Rettung von Menschen

Die neue „Drehleiter“ der Feuerwehr
Lebach ist einsatzbereit

DLAK 23/12 – so lautet die korrekte Kurzbezeichnung für das neue Hubrettungsfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Lebach. Vor wenigen Tagen wurde das Fahrzeug, das die meisten unter dem Namen „Drehleiter“ kennen, vom Magirus-Werk in Ulm an die Theel überführt. Die Zahlenkombination 23/12 steht für die genormte Rettungshöhe, die mit der Drehleiter erreichbar ist. Wenn die Drehleiter 12 Meter vom Gebäude entfernt steht, erreicht man mit dem Korb immer noch eine Höhe von mindestens 23 Metern. Die Buchstaben DL stehen für Drehleiter, A für Automatik und K für Korb.
Das MAN-Fahrzeug mit einem 285 PS-Motor verfügt über einen feuerwehrtechnischen Aufbau mit vierteiligem Leitersatz und einem Rettungskorb für 4 Personen. Um den Einsatz der Drehleiter auch in schwierigen Situationen zu ermöglichen, ist die Drehleiter mit einem Gelenkarm ausgestattet. Durch Knicken im oberen Leiterteil kann der Korb nach unten abgesenkt werden, ohne dass sich der ganze Leiterpark bewegt. Dadurch können beispielsweise Dachfenster erreicht werden, die oberhalb einer Dachgaube liegen.

Hauptaufgabe des Fahrzeuges ist die Rettung von Menschen aus Höhen und Tiefen. Das ist immer dann besonders wichtig, wenn andere Rettungswege versperrt sind. Aber auch die Brandbekämpfung über einen Wasserwerfer am Korb der Leiterspitze oder die Technische Hilfeleistung wie zum Beispiel das Entfernen von losen Dachziegeln oder abgeknickten Ästen, die herabzustürzen drohen, gehören zu den Einsatzmöglichkeiten. Die Drehleiter wird auch zur Patientenrettung – insbesondere im Rahmen der Notfallversorgung – eingesetzt und unterstützt so den Rettungsdienst.
Die Neuanschaffung war notwendig, weil die Technik der alten, fast 30 Jahre alten Drehleiter sehr anfällig geworden war und ein Funktionieren im Ernstfall nicht mehr gewährleistet werden konnte.

Die Anschaffung des Drehleiter-Löschfahrzeugs ist mit Mitteln nach dem Gesetz zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Kommunen (Kommunalinvestitionsförderungsgesetz) gefördert worden.

Bürgermeister Klauspeter Brill erklärt: „als Kommune sind wir verpflichtet, Brandschutz, technische Hilfe und Katastrophenschutz sicherzustellen. Natürlich ist die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges eine sehr kostspielige, aber auch unbedingt notwendige Investition. Fahrzeuge und Geräte müssen voll funktionsfähig sein, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Deshalb hat der Stadtrat im Februar 2019 beschlossen, die alte Drehleiter, die 1993 angeschafft wurde, zu ersetzen. Allerdings müssen auch Menschen bereit sein, rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr ihr eigenes Leben zu riskieren, um andere zu retten. Deshalb möchte ich mich ganz herzlich bei den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr bedanken. Auf sie ist stets Verlass.“

Derzeit werden die Drehleitermaschinisten in die Bedienung eingewiesen, alle Mitglieder des Löschbezirks Lebach machen sich mit der Bedienung des Rettungskorbes sowie den Anbau- und Ausrüstungsgegenständen vertraut. Die Drehleiter ist im Löschbezirk Lebach stationiert, sie kann aber auch zu überörtlichen Einsätzen in den Nachbarkommunen Schmelz und Eppelborn zum Einsatz angefordert werden.

Auf die offizielle Einweihung und Einsegnung der Drehleiter wird die Stadt Lebach aufgrund der Corona-Pandemie derzeit verzichten. Sobald es möglich ist, wird das Fahrzeug der Bevölkerung vorgestellt.