Kunst und Mahnmal

Skulpturen am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lebach enthüllt

Auf dem Schulgelände des Lebacher Geschwister-Scholl-Gymnasium steht eine riesige neue Skulptur, 700 Kilogramm schwer und aus Stahl: Sophie Scholl und Graf von Stauffenberg mit zueinander gewandten Gesichtern. Die beiden Widerstandskämpfer werden mit der von GSG-Schüler selbst entworfenen Skulptur gewürdigt.  Im Rahmen einer Gedenkfeier wurde sie in der vergangenen Woche feierlich von Landtagspräsident Stephan Toscani und Bürgermeister Klauspeter Brill enthüllt.
Sophie und Hans Scholl, nach denen das Lebacher Gymnasium benannt ist, verkörpern Mut, Kraft und Willen für das Aufstehen, gegen Unrecht, Hass und Menschenfeindlichkeit. Im gleichen Atemzug ist aber auch Claus Schenk Graf von Stauffenberg zu nennen, der vor 75 Jahren das Attentat gegen Hitler plante und ausführte. Er ist damit – genauso wie die Geschwister Scholl – zu einer Symbolfigur des Widerstands gegen die Nazi-Diktatur geworden. Gemeinsam mit dem Landeskommando Saarland gedachten Lehrer und Schüler sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft bei der Gedenkfeier der Personen, die den Mut und die Entschlossenheit zum Widerstand hatten.
Die Gäste lauschten bei der Gedenkrede gespannt den Erzählungen von Felix Graf von Hardenberg. Sein Großonkel zählte damals zum engsten Kreis der Verschwörer um Graf von Stauffenberg. Graf von Hardenberg berichtete über den Zweispalt, in dem sein Großonkel zu jener Zeit steckte. Aber auch davon, wie unmöglich es aufgrund der Gräueltaten des Regimes geworden sei, tatenlos wegzuschauen. „Wo Recht zu Unrecht wird, da wird Widerstand zur Pflicht“ – diese Worte von Oberst Klaus Peter Schirra, Kommandeur des Landeskommandos Saarland, werden den Teilnehmern an der Gedenkfeier noch ebenso lange in Erinnerung bleiben wie die Ausführungen Graf von Hardenbergs. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, sich in beindruckende Skulptur, die Kunst und Mahnmal zugleich ist, anzuschauen.